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Schäden durch Blutzuckerschwankungen?

Von tianke  •  0 Kommentare  •   3 Minuten gelesen

Damage from blood sugar fluctuations?

Tante Song, die Diabetikerin ist, glaubt, ihr Blutzucker sei gut eingestellt, da ihre Nüchternwerte meist um die 6,5 mmol/l liegen. Allerdings hat sie Probleme mit der Blutzuckerkontrolle nach dem Essen; gelegentlich schnellt ihr Blutzucker nach dem Essen auf 14 mmol/l hoch. Trotz dieser Spitzenwerte bleibt Tante Song sorglos, da ihre Nüchternwerte am nächsten Tag wieder im Normalbereich liegen. Leider ist Tante Songs Einschätzung falsch; schwankende Hyperglykämie, wie in ihrem Fall, birgt ein höheres Risiko für Komplikationen als anhaltende Hyperglykämie.

Blutzuckerschwankungen bei Diabetikern verstehen

Bei Nicht-Diabetikern funktionieren die Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse optimal, und das periphere Gewebe reagiert effektiv auf Insulin. Unterstützt durch komplexe neuronale und endokrine Regulationssysteme bleiben ihre Blutzuckerschwankungen relativ gering und liegen typischerweise zwischen 2 und 3 mmol/l pro Tag, mit 5 Schwankungen pro Tag und einer Tagesschwankung von 0,8 mmol/l.

Im Gegensatz dazu weisen Patienten mit Typ-2-Diabetes aufgrund von Insulinresistenz, Funktionsstörung der pankreatischen β-Zellen, mangelnder Einhaltung der Diät, unsachgemäßer Anwendung von Antidiabetika und mangelnder Therapietreue ein abweichendes Blutzuckermuster auf. Diese Faktoren führen zu Folgendem:

  1. Erhöhte Blutzuckerwerte insgesamt.
  2. Deutlich erhöhte intra- und intertägliche Blutzuckerschwankungen, die etwa 3- bzw. 2,5-mal so hoch sind wie bei Nicht-Diabetikern.
  3. Akute postprandiale Hyperglykämie, am stärksten ausgeprägt nach dem Frühstück. Unzureichende Insulinausschüttung in der Frühphase, erhöhte hepatische Glukoseproduktion und verminderte Glukoseaufnahme in die Muskulatur tragen zu einem anhaltend erhöhten Blutzuckerspiegel nach dem Essen bei.
  4. Häufige Hypoglykämien, insbesondere bei insulinbehandelten Patienten.

Blutzuckerschwankungen und Diabeteskomplikationen

Blutzuckerschwankungen belasten den Körper und ziehen zahlreiche schädliche Folgen nach sich.

Auswirkungen auf makrovaskuläre Erkrankungen

Endotheliale Dysfunktion initiiert die Kaskade der Atherosklerose, die in Vasokonstriktion, Leukozytenadhäsion, Thrombozytenaktivierung, Thrombose, Entzündung und beschleunigter atherosklerotischer Progression mündet. Blutzuckerschwankungen induzieren endotheliale Dysfunktion und verschlimmern dadurch die koronare Atherosklerose. Studien zeigen, dass eine durchschnittliche Glukoseschwankung von ≥ 3,4 mmol/l einen unabhängigen Risikofaktor für koronare Atherosklerose darstellt. Herz-Kreislauf- und zerebrovaskuläre Erkrankungen treten häufig bei Diabetikern auf.

Auswirkungen auf die mikrovaskuläre Erkrankung

Charakteristische mikroangiopathische Veränderungen bei Diabetes umfassen Störungen der Mikrozirkulation, die Bildung von Mikroaneurysmen und eine Verdickung der mikrovaskulären Basalmembranen. Blutzuckerschwankungen verschlimmern diese Prozesse und beschleunigen das Fortschreiten der diabetischen mikrovaskulären Erkrankung. Diabetische Augenerkrankungen und Nierenerkrankungen sind häufige Komplikationen in diesem Zusammenhang.

Vorsicht vor falscher Hypoglykämie durch Blutzuckerschwankungen

Ein rascher Blutzuckerabfall kann Symptome einer Hypoglykämie auslösen, selbst wenn der Blutzuckerspiegel nicht unter 3,9 mmol/L sinkt. Beispielsweise kann ein schneller Abfall von 18 mmol/L auf 9 mmol/L Schüttelfrost, Schwitzen oder andere Anzeichen einer Hypoglykämie verursachen.

Das absolute Tabu für Diabetiker: Blutzucker schätzen

Langjährige Diabetiker glauben oft, ihre Erkrankung gut zu verstehen und reduzieren daher die Häufigkeit ihrer Blutzuckermessungen. Subjektive Empfindungen reichen jedoch nicht aus, um den Blutzuckerspiegel genau zu bestimmen. Studien zeigen, dass nur wenige Menschen ihren Blutzuckerspiegel korrekt einschätzen.

Das Schätzen des Blutzuckerspiegels kann gefährlich sein, insbesondere wenn dieser ohne erkennbare körperliche Anzeichen rapide abfällt. Menschen mit starken Blutzuckerschwankungen sollten unbedingt davon absehen, ihren Blutzuckerspiegel zu schätzen.Sollten Sie Symptome einer Unterzuckerung verspüren, aber Ihren Blutzucker nicht selbst messen können, suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf. Konsultieren Sie umgehend einen Arzt, wenn Sie ungewöhnliche Blutzuckerschwankungen feststellen.

Vorausgehend Neben

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