Die traditionelle chinesische Medizin legt Wert auf das Zusammenspiel von Mensch und Natur. Wir pflegen den Körper und passen ihn jederzeit an unsere Konstitution, das äußere Klima und die Wetterveränderungen an. Wie ich es auch betrachte, ich habe das Gefühl, dass die Redewendung „Frühlingswärmer und Herbstfrost“ diesem Prinzip widerspricht. Auch wenn es eine alte Weisheit ist, muss sie doch genauer betrachtet und analysiert werden.
In den letzten zwei Tagen habe ich einige Patienten getroffen, die sich erkältet hatten. Ich fragte eine Tante, warum sie sich erkältet hatten. Sie sagte: „Liegt es nicht an der ‚Frühlings-Regel‘? Ich hatte eine Daunenjacke an, als ich rausging, und habe stark geschwitzt. Sobald der Wind weht, erkältet man sich.“ Das ist ein typisches Phänomen. Viele Menschen wenden in dieser Jahreszeit die Regel der „Frühlings-Regel“ an. Man schwitzt überall, aber es gibt Stellen am Körper, die man nicht bedecken kann, wie zum Beispiel die Stirn. Dort schwitzt man stark, und wenn der Wind weht, erkältet man sich.
Was ist hier los? Das alte Sprichwort stimmt doch im Allgemeinen, oder? Warum ist diese „Federabdeckung“ falsch?
Dies beginnt mit der ursprünglichen Bedeutung der Wörter.
Was für eine Jahreszeit ist der Frühling? Das Yang-Qi lässt die Haare wachsen, das Yang-Qi, das den ganzen Winter über im Körper gespeichert war, beginnt nun nach außen zu strömen, und der Körper fühlt sich warm an. Bei heißem Wetter schwitzt man leicht. Doch der Frühling ist letztendlich eine Jahreszeit des Wechsels zwischen Kälte und Wärme. In dieser Jahreszeit gibt es große Temperaturschwankungen im Laufe eines Tages. Morgens ist es beispielsweise relativ kühl, mittags wird es heißer, und nachts kühlt es wieder ab. Manche empfinden es mittags als zu warm und ziehen sich deshalb leichter an, doch nachts wird es wieder kalt. So kann man leicht frieren, daher der alte Spruch: „Decken Sie sich warm ein“.
Ich habe in Peking viele junge Männer gesehen, die Anzüge nur mit Hemd darunter tragen. An dem Tag kam ich an einem Immobilienbüro in der Nähe meines Hauses vorbei und sah dort junge Männer vor der Tür stehen, alle in Anzug und Hemd. Mittags ist diese Kleidung sehr schick, aber morgens und abends, wenn es sehr kalt ist und die Temperaturen in Peking nachts noch unter null Grad liegen, ist sie ungeeignet. Man muss sich leicht Erfrierungen zuziehen. Viele fragen mich in letzter Zeit: Was soll ich tun, wenn ich Bauchschmerzen habe? Bei genauerer Nachfrage stellte sich heraus, dass sie fast ausnahmslos zu wenig Kleidung trugen und ihnen Milz und Magen kalt waren.
„Chunwu“ hat auch eine tiefere Bedeutung. In der traditionellen chinesischen Medizin geht man davon aus, dass im Frühling das Yang-Qi wächst und es in dieser Zeit geschützt werden sollte. Frost schwächt das Yang-Qi und stört den gesamten Jahresrhythmus. Das ist durchaus nachvollziehbar. Ich habe beispielsweise schon Mädchen beobachtet, die sehr früh morgens sehr kühle Schuhe tragen. Der Boden ist zu dieser Zeit, besonders morgens und abends, tatsächlich sehr kühl. Das Problem: Ich habe auch schon erlebt, dass sie deswegen an Nierenentzündungen litten.
Dies ist das Prinzip der Frühjahrsabdeckung, das vernünftige Elemente enthält und uns an unser Leben erinnert.
Es spielt jedoch keine Rolle, ob es zu dogmatisch ist, wie bei der Tante vor ihr, die ihr Gesicht den ganzen Tag verhüllt. Das ist falsch, denn es ist mittags noch warm, und wer schwitzt, erkältet sich leichter. Daher gibt es eine Grenze für die Verhüllung, und man sollte nicht sagen, dass Verhüllung zu viel ist.
Was ich hier anmerken möchte: Das gilt insbesondere für Kinder. Viele Eltern kleiden ihre Kinder zu warm. Jedes Mal, wenn sich ein Kind bewegt, schwitzt es. Können sie sich da nicht erkälten?
Mein Fazit lautet also: „Frühlingsüberzug“ ist lediglich eine Erinnerung daran, im Frühling auf die Kälte zu achten. Wir müssen flexibel sein, mehr Kleidung bereithalten, sie ausziehen, wenn es mittags heiß ist, und sie anziehen, wenn es morgens und abends kühl ist. Wir müssen uns im Laufe der Zeit anpassen und nicht zu dogmatisch sein.Da man die Schuhe nicht nach Belieben wechseln kann, empfiehlt es sich, wärmere Schuhe zu tragen, damit die Füße nicht zu warm und zu kalt werden. Im Frühling schlage ich vor, die Schuhe zu überziehen.
Ist die „Frühlingsabdeckung“ von „Frühlingsabdeckung und Herbstfrost“ richtig?
Von tianke • 0 Kommentare • 3 Minuten gelesen