Feuchtigkeitsmedizin
Jedes Arzneimittel, das angenehm riecht, von wärmender und trockener Natur ist und dessen Hauptfunktion darin besteht, Feuchtigkeit zu vertreiben und die Milz zu stärken, wird als feuchtigkeitsvertreibendes Arzneimittel bezeichnet.
Die Milz bevorzugt Trockenheit und verträgt keine Feuchtigkeit, „Erde liebt Wärme und Duft“. Diese Art von Medizin ist scharf und wärmend-trocknend und wirkt hauptsächlich auf die Milz- und Magenmeridiane. Aromatische Produkte können die Milz anregen und Feuchtigkeit ausleiten, während wärmend-trocknende Mittel Feuchtigkeit ausleiten und die Milz stärken. Gleichzeitig fördert ihre Schärfe das Qi, ihr Duft wirkt belebend und aktiviert den Qi-Mechanismus des mittleren Erwärmers, um die durch Feuchtigkeit verursachte Stagnation des Milz- und Magen-Qi zu lindern. Darüber hinaus besitzen einige dieser Arzneimittel auch hitzelindernde und schmutzabweisende Eigenschaften.
Mittel zur Ausleitung von Feuchtigkeit werden hauptsächlich bei Erkrankungen wie innerer Feuchtigkeitsresistenz, Milzfeuchtigkeit und gestörtem Transport und Umwandlungsprozessen eingesetzt. Symptome sind beispielsweise Völlegefühl im Bauch und Unterleib, Erbrechen mit Pantothensäure, weicher Stuhl, Appetitlosigkeit und allgemeine Erschöpfung, süßlicher Mundgeruch und vermehrter Speichelfluss sowie ein weißer, fettiger Zungenbelag. Darüber hinaus können einige dieser Mittel auch bei Feuchtigkeits-Temperatur- und Sommerhitze-Feuchtigkeits-Syndromen angewendet werden.
Bei der Anwendung von feuchtigkeitsausleitenden Arzneimitteln ist die richtige Kombination und Anwendung je nach Krankheitsbild und Begleitsymptomen der Feuchtigkeit zu beachten. Bei Feuchtigkeitsstagnation des Qi, Oberbauchdehnung, Völlegefühl und Verstopfung ist eine Kombination mit Qi-fördernden Mitteln oft sinnvoll. Bei Feuchtigkeitsresistenz mit Kälte-Feuchtigkeit und Kälteschmerzen im Unterleib kann eine Kombination mit wärmenden und kälteausleitenden Mitteln hilfreich sein. Bei Milz-Feuchtigkeitsschwäche und Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und geistiger Erschöpfung wird das Mittel häufig mit Qi- und Milz-stärkenden Arzneimitteln kombiniert. Bei Feuchtigkeit-Wärme, Feuchtigkeit-Hitze und Sommerhitze-Feuchtigkeit wird es oft zusammen mit hitze- und feuchtigkeitsausleitenden, hitzelindernden und feuchtigkeitsfördernden Mitteln angewendet.
Feuchtigkeitsausleitende Arzneimittel sind aromatisch und enthalten ätherische Öle. Sie werden üblicherweise als Pulver eingenommen, um eine bessere Heilwirkung zu erzielen. Werden sie als Abkochung zubereitet, sollten sie unmittelbar nach der Zubereitung eingenommen und nicht zu lange abgekocht werden, um den Verlust flüchtiger Wirkstoffe und eine damit verbundene Wirkungsminderung zu vermeiden. Die meisten dieser Arzneimittel sind scharf und duftend. Trockene Produkte neigen dazu, Qi zu verbrauchen und Yin zu schwächen. Daher sollten Menschen mit Yin-Mangel, Bluttrockenheit und Qi-Mangel sie mit Vorsicht anwenden.
Tsaoko
Es wurde erstmals in „Dining Zhengyao“ aufgezeichnet.
Bei diesem Produkt handelt es sich um die getrockneten, reifen Früchte der Ingwerart Tsao Guo (Zingiberaceae). Sie zeichnen sich durch ein charakteristisches, scharfes und leicht bitteres Aroma aus. Ideal sind große, pralle, rotbraune Früchte mit intensivem Duft. Die Kerne können angebraten und anschließend aus der Schale gelöst werden. Alternativ lassen sie sich mit Ingwersaft überbacken und vor Gebrauch zerdrücken.
[Eigenschaften der Medizin] scharf, warm. Milz und Magen krümmen.
[Wirksamkeit] Trocknet Feuchtigkeit und wärmt den Oberkörper, beugt Malaria vor und beseitigt Schleim.
【Anwendung】
1. Innerer Widerstand aufgrund von Kälte und Feuchtigkeit, Blähungen und Bauchschmerzen, Völlegefühl und Erbrechen
Dieses Produkt ist scharf, wärmend und trocken, mit starker Kohlensäure und kräftigem Geschmack. Seine feuchtigkeitsaustrocknende und herzwärmende Wirkung ist stärker als die von Kardamom, daher wird es hauptsächlich bei Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall sowie bei trübem und fettigem Zungenbelag aufgrund von Kälte und Feuchtigkeit eingesetzt.
2. Malaria (Erkältung und Fieber), Pestfieber
Dieses Produkt ist duftend und trüb, wärmt die Milz, trocknet Feuchtigkeit, löst Schleim und beugt Malaria vor. Es dient zur Behandlung von Malaria, Fieber und Erkältung, Pestfieber usw.
[Anwendung und Dosierung] Abkochung, 3–6 g.
[Hinweise zur Anwendung] Bei Patienten mit Yin-Mangel und Bluttrockenheit ist Vorsicht geboten.